Erste wild geborene Lachse im Moselgebiet nachgewiesen

Dieser erste Nachweis einer Naturvermehrung im Moselzufluss Elzbach gelang Jörg Schneider, der im Auftrag des Landes das rheinland-pfälzische Lachsprogramm betreut. In Rheinland-Pfalz werden seit 1994 im Rahmen des internationalen Wiederansiedlungsprojektes „Lachs 2020“ regelmäßig junge Lachse an ausgewählten Gewässern ausgesetzt. Diese wandern dann ins Meer und kommen nach ein bis drei Jahren wieder an ihr Heimatgewässer zurück, um zu laichen. Ein wichtiges Ziel der Landesregierung  ist es deshalb mit Hilfe der Aktion Blau Plus, die Flüsse und Bächen wieder in beide Richtungen für Fische durchgängig zu machen. Das fordert auch die europäische Wasserrahmenrichtlinie. Die Mosel spielt dabei eine besondere Rolle, da sie und ihre Nebengewässer die größten Laich- und Jungfischlebensräume aufweisen.

Seit 1952 wurden keine Lachse mehr in der Mosel gefangen. Der Fluss wurde zu einer Schifffahrtsstraße mit 14 Staustufen ausgebaut und damit wandernden Fischen versperrt. Der Lachsbestand im Moseleinzugsgebiet erlosch mit dem Bau der Staustufe Koblenz. Im Moselzufluss Elzbach werden seit dem Jahr 2005 regelmäßig Lachse ausgesetzt. Im September 2011 wurde von Umweltministerin Ulrike Höfken die Fischaufstiegsanlage an der Staustufe Koblenz und das dazugehörige Besucherzentrum „Mosellum“ eröffnet. Im März 2012 passierte dann der erste Lachs die neue Fischtreppe.